Ungestörtes Arbeiten im Open Space Office

„Raum in Raum”-Systeme in Bürowelten

Die Digitalisierung schreitet fort und nimmt Einfluss auf die Art, wie wir arbeiten, wie wir miteinander kommunizieren und wie wir unsere berufliche Umgebung gestalten. Moderne Arbeitswelten erfordern heutzutage vor allem einen hohen Grad an Flexibilität, um Abläufe in Unternehmen zu optimieren und gleichzeitig Mitarbeitern ein motivierendes und angenehmes Umfeld zu bieten. Hier sind individuelle Lösungen gefragt, die die immer stärker digital geprägte Meetingkultur unterstützen …

(Bild: König + Neurath)

Wie verändert sich die Arbeitswelt, wie sehen zeitgemäße Arbeitsplätze von heute und morgen aus? Die Struktur des klassischen Büros verschwindet immer mehr, anstelle einer festgelegten Gliederung aus abgeschlossenen Räumen geht die Entwicklung deutlich hin zu Open-Space-Konzepten, offenen und weniger hierarchisch aufgebauten Raumsystemen, die den Anforderungen an flexible Arbeitsweisen besser gerecht werden. Frei wählbare Arbeitsplätze bedeuten kürzere Wege für die Mitarbeiter, Teams können sich schneller und leichter zusammenfinden, was die Kommunikation wesentlich vereinfacht. Doch Arbeitsvorgänge sind komplex und erfordern, entsprechend der unterschiedlichen Aktivitäten, auch unterschiedliche Voraussetzungen
in Bezug auf die Büroumgebung.

Dies wurde auch u. a. auf der Orgatec 2018, Leitmesse für den Office- und Objektbereich, thematisiert. Und so war dort wieder zu sehen, dass viele Hersteller auf diesen speziellen Bedarf reagieren und „Raum in Raum“-Systeme anbieten, die eine Rückzugsmöglichkeit innerhalb von Großraumbüros und Großraumsituationen darstellen. Diese Lösungen dienen dem konzentrierten Arbeiten für eine einzelne Person, etwa um ein ungestörtes Telefonat zu führen. Auch für vertrauliche Gespräche mit anderen Mitarbeitern oder Kunden sowie das Brainstorming in kleinen oder größeren Teams sind solche geschützten Plätze konzipiert, die mögliche Nutzung reicht bis hin zu Konferenzen mit mehreren Teilnehmern, die teilweise per Videoübertragung zugeschaltet werden. Bei diesen „Raum in Raum“-Systemen geht es einerseits um das akustische, bei Bedarf auch um das visuelle Abschirmen von dem umgebenden Bürobereich. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Integration von Medientechnik und Collaboration Tools, um einen dynamischen Arbeitsablauf auch dort zu gewährleisten.

König + Neurath: Moderne Telefonzelle QUIET.BOX

König + Neurath ist ein international tätiger Anbieter für Büromobiliar und Raumsysteme. „QUIET.BOX“ nennt sich die kleinste „Raum in Raum“-Lösung des Herstellers, die wie ein fertiges Möbelstück geliefert und aufgestellt wird. Sie dient als moderne Telefonzelle für kurzzeitiges, konzentriertes Arbeiten im Stehen. Die Decke ist stoffbespannt, drei Seiten sind entweder geschlossen oder die Rückwand wird aus Glas gewählt. Der Schallschutz liegt bei den Glasflächen bei 38 dB, bei opaken Wänden bis 42 dB. Die QUIET.BOX ist maximal 1 m2 groß, verfügt über Sitzpolster und eine Ablagefläche mit USB-Ladestation und Steckdose. Sie steht in zwei Ausführungen zur Wahl, als QUIET.BOX oder QUIET.BOX Organic, jeweils mit Glasdrehtür, einer Lüftung durch Ventilatoren und einer LED-Einbauleuchte. Das Modell QUIET.BOX Duo ist ausgelegt für kurze Besprechungen unter vier Augen.

Repräsentativer Raum: THINK.TANK, THINK.TANK.II

Mit THINK.TANK und THINK.TANK.II als individuelle High – end-Variante mit Doppelverglasung bietet König + Neurath Rückzugs- und Meetingbereiche an, die sich durch ihre transparente Architektur in Großraumbüros oder auch Foyers harmonisch und gleichzeitig wirkungsvoll einfügen lassen. Medientechnik lässt sich dort herstellerunabhängig integrieren, von Whiteboards über Monitore und Kameras bis hin zu Soundmodulen, Leinwänden und interaktiven Präsentationselementen und Touchflächen.

„THINK.TANK.II“ von König + Neurath erreicht durch die Doppelverglasung sehr gute Schallschutzwerte. Über die Wandmodule lässt sich jegliche Medientechnik
integrieren.
(Bild: König + Neurath)

THINK.TANK bietet vier Größen: In der Größe 2.400 × 2.400 mm ist es empfohlen für Meetings, vertrauliche Gespräche und konzentriertes Arbeiten. Größe 4000 × 3200 mm eignet sich für Besprechungen in kleinerer Runde, als Lounge oder Büro. Größe 6000 × 4000 mm ist konzipiert für formelle Besprechungen oder kreative Meetings. Größe 8400 × 4200 mm bietet auch Platz für größere Konferenzen. Die Wandmodule erlauben z. B. die Montage von Monitoren oder Leinwänden, die Verkabelung ist in den Wandmodulen möglich, Kabel werden im Boden abgeführt oder auch über die Decke. Für die gewünschte Medientechnik des Kunden ist auch die Wandtiefe über die Module anpassbar.

Unterschiedliche Materialen eignen sich für die Think Tanks, darunter Glas oder Lichtbeton, ebenso der Einbau von Stoffwänden, Whiteboards oder magnetischen Flächen zum Anpinnen. Die Textilspanndecke ist akustisch wirksam mit integrierter Lüftung ausgeführt. Licht- und Lüftungsschalter sind über ein Bedienfeld in Standard-Version oder per Touchfunktion zu regeln. Der Schallschutz liegt je nach Ausführung bei 36 bis 45 dB. Bei THINK.TANK.II lassen sich einzelne Module auch austauschen und variieren, so ist etwa außen auch ein Whiteboard möglich, um das Raum in Raum-System auch extern nutzbar zu machen. THINK.TANK wurde ausgezeichnet mit dem Red dot Award und dem German Design Award.//

Weblinks


Raum-in-Raum Systeme weiterer Hersteller finden Sie in der Printausgabe 1.2019 von KommunikationsRaum.

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