Kompakte Raum-in-Raum Lösungen für Bürowelten von Sedus und Dauphin

Raum-in-Raum-Systeme für ungestörtes Arbeiten

Die Struktur des klassischen Büros verschwindet immer mehr, anstelle einer festgelegten Gliederung aus abgeschlossenen Räumen geht die Entwicklung deutlich hin zu Open-Space-Konzepten, offenen und weniger hierarchisch aufgebauten Raumsystemen, die den Anforderungen an flexible Arbeitsweisen besser gerecht werden. Bei allen Vorteilen, die dieses Konzept mit sich bringt, erfordert es auch Rückzugsmöglichkeiten, um ein ruhiges und konzentriertes Arbeiten zu gewährleisten. Eine Möglichkeit dafür sind „Raum in Raum“-Systeme, die eine Rückzugsmöglichkeit innerhalb von Großraumbüros und Großraumsituationen darstellen. 

Das System „se:cube“ von Sedus wird in drei Größen angeboten: S, M und L. Die Cubes sind mit der gängigen
Medien- und Kommunikationstechnik kompatibel.
(Bild: Sedus Stoll AG)

 

Diese Lösungen werden von kompakt bis Meetingraum-Größe von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Bei allen „Raum in Raum“-Systemen geht es einerseits um das akustische, bei Bedarf auch um das visuelle Abschirmen von dem umgebenden Bürobereich. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die Integration von Medientechnik und Collaboration Tools, um einen dynamischen Arbeitsablauf auch dort zu gewährleisten. Nachfolgend stellen wir beispielhaft Lösungen von Sedus und Dauphin vor.

Sedus Stoll AG: Kompakte Lösung se:cube

Die Sedus Stoll AG ist ein Spezialist für die Entwicklung von Bürokonzepten. Mit ihrem Office Cube-System „se:cube“ (Design: Falk Blümler, Sedus Design Team) bieten sie eine „Raum in Raum“-Lösung in drei Größen: S, M und L. Die Volumen lassen sich in vorhandene Bürolandschaften integrieren und bieten Platz für bis zu acht Personen. Sollen sie versetzt werden, heben Luftkissen den ganzen Cube an, so dass Rollbretter für den Transport darunter platziert werden können. Größe S mit 1500 × 1000 mm ist für ein bis zwei Personen geeignet, für ungestörtes Telefonieren und Arbeiten. Größe M mit 2.000 × 1.500 mm ist ausgelegt für ein bis vier Personen, für kleine Meetings und konzentriertes Arbeiten. Größe L mit einer Grundfläche von 2.500 × 2.500 mm ermöglicht auch Videokonferenzen und Meetings für bis zu acht Personen.

Die Ausstattung des se:cube umfasst eine LED-Beleuchtung, wahlweise mit Tunable White. Die Akustik-Panels sind mit laminiertem Stoffgewebe bezogen, können optional auch als Whiteboard ausgeführt werden. Ein LED-Streifen außerhalb zeigt auf Wunsch die Belegung an. Die Außenfarbe des Cubes hat die Standardfarbe Weiß, ist aber auch in den Farben aus dem Melamin-Angebot von Sedus erhältlich. Auch die farbliche Gestaltung der Innenwände ist innerhalb der Sedus-Farben wählbar. Einrichtungselemente wie Möbel oder Teppiche können kundenspezifisch angepasst werden. Die Verglasung besteht aus ESG-Sicherheitsglas oder aus VSG SI Verbundsicherheitsglas mit laminierter Schalldämmung. Die Lüftung ist mit einem C02-Sensor ausgestattet.

Die Cubes sind mit der gängigen Medien- und Kommunikationstechnik aller Hersteller kompatibel, die auf dieses Gebiet spezialisiert sind. Darunter fallen zum Beispiel auch die Videokonferenz –
anlagen des Sedus-Partners Kapsch BusinessCom AG sowie die Screens und Boards anderer Hersteller. Auch die Einrichtungselemente, die Sedus anbietet, decken unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten ab. Das System se:connects funktioniert über RFID-Technik, im Mobiliar sind Chips integriert. In der se:connects APP ist der Bürogrundriss mit den Arbeitsplätzen abgespeichert. Dort sieht der Nutzer, welche Plätze belegt und welche zur freien Verfügung stehen. Per App lassen sich Kollegen finden und Besprechungsräume reservieren. Über die Qi-Technologie ist es möglich, Smartphones kabelfrei über eingebaute, elektromagnetische Induktionsfelder aufzuladen.

Dauphin Humandesign Group: Qualitative Auszeit – Bosse Telephone Cube 2.0

Als weltweiter Anbieter von ergonomischen Sitzlösungen, Wohnkollektionen sowie Raum- und Büromöbelsystemen präsentiert die Dauphin-Gruppe bereits seit über 35 Jahren Jahren auch „Raum in Raum“-Konzepte. Das Angebot wird hier weiter gefasst und bezieht sich nicht nur auf Großraumbüros, sondern auch auf den Industriebereich und somit Werkstatt- und Fertigungshallen. Das kleinste Format zeigt sich in „Bosse telephone cube 2.0“, die Weiterentwicklung des „Bosse telephone cube“. Dieser abgegrenzte Bereich ist vor allem dann sinnvoll, wenn wenig Platz vorhanden ist, aber der Wunsch nach Ruhe und guter Akustik besteht, etwa aufgrund von Lärm durch die Produktion. Der Bosse telephone cube 2.0 lässt sich einfach an das vorhandene Stromnetz anschließen. Dank des integrierten Technikpanels sind Kommunikationsanschlüsse wie USB oder LAN verfügbar, Akkus von Mobiltelefon oder Tablet lassen sich parallel zum Arbeiten oder Telefonieren laden.

Der „Bosse cube 4.0“ ist owohl als Einzelbüro, als Besprechungsraum oder als Rückzugsort für Teamarbeit einsetzbar. (Bild: Dauphin HumanDesign Group)

Freiraum für Kommunikation: Bosse Dialogue Cube und Human Space Cube 4.0

Der „Bosse dialogue cube“ von Bosse, einer Marke der Human Design Group, ist für vertrauliche Gespräche unter vier Augen gedacht, wofür ein Konferenzraum nicht extra benötigt wird. Wie beim „Bosse telephone cube 2.0“ gibt es zwei feste Wände, die individuell mit Stoffen, Whiteboards oder Fotodruck gestaltet werden können. Die Glastür schließt magnetisch und ist aus strukturellen Gründen gegenüber der fest installierten Glaswand platziert.
Der „Bosse cube 4.0“ ist sowohl als Einzelbüro, als Besprechungsraum oder als Rückzugsort für Teamarbeit einsetzbar. Ab einer Minimalgröße von 2,15 × 2,34 m ist er erweiterbar auf eine Länge von bis zu 9 m. Den Bosse cube 4.0 gibt es in zwei Höhen für den Einbau in Räumen mit 2,80 oder 2,65 m Nutzhöhe. Innen und außen bestehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten mit Flächen aus Glas (12 mm VSG-Glas, optional mit Sichtschutzfolie), Akustikstoff oder Melamin, Dekoroberflächen, Akustik- und Elektropaneelen. Ein Belüftungssystem ist integriert, die Steuerung von Licht und Belüftung funktioniert per KNX-Steuerung via Funktaster. Der Schallisolationswert für einen kompletten Bosse cube 4.0 liegt bei über 38 dB. Dieser akustische Komfort und die  Transparenz dank der Glaswände machen den Cube als konfigurierbare Raumlösung auch als Arbeitsplatz im Industriebereich interessant, als Meister- oder Hallenbüro mitten im einsehbaren Produktionsumfeld.
Der Einsatz von Medientechnik ist vor allem beim Bosse cube 4.0 über die Kombination aus fixen und flexiblen Paneelen gewährleistet. Die Cubes verfügen innen und außen über Schienen, auf denen sich die Flex-Paneele frei verschieben lassen, etwa in Form eines Whiteboards oder Akustikstoffes. Die Medienanbindung und Elektrifizierung funktioniert über ein fixiertes Wandpaneel, die Position bestimmt der Kunde im Vorfeld. Hohlraum- oder auch Telefondosen werden dort untergebracht. Die Stromversorgung läuft über eine Standard-Steckdose, der Anschluss ist per Plug & Play an jedem Pfosten an Boden oder Decke möglich. Was an Medientechnik gewünscht ist, wird über das Technik-Paneel installiert, das schließt auch das Equipment für Videokonferenzen mit ein.

Alle „Raum in Raum“-Angebote haben gemeinsam, dass sie gebäudeunabhängig in die Architektur integrierbar sind, auch aufgrund ihres zurückhaltenden, neutralen Designs. Ein weiterer Vorteil ist der leicht umsetzbare Standortwechsel innerhalb der Bürofläche.//

Weblinks:


Mehr zum Thema finden Sie in KommunikationsRaum 1.2019 – hier gehts zum Bestellen…

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