Spektakuläre Lichteffekte bei Vivid Sydney 2018

Der Wulugul Walk in Sydneys Stadtteil Barangaroo verwandelte sich im Rahmen von Vivid Sydney 2018 in ein magisches Buschland mit dramatischer Beleuchtung und einem bezaubernden Marionettenspiel. Entworfen wurde das Multimedia-Erlebnis mit dem Namen „The Liminal Hour“ von den Künstlern Erth Visual & Physical Inc., Jacob Nash und James Brown, von Mandylights. 

Steve Christo
SYDNEY, AUSTRALIA – May 23: Creative minds at work in Sydney’s newest precinct at Barangaroo in Sydney on May 23, 2018 in Sydney, Australia.

Bei „The Liminal Hour“ lief eine sechs Meter große, leuchtende Marionette namens Marri Dyin durch die Straßen und interagierte mit den Zuschauern. Die Lichter der umliegenden Hochhäuser und Audioeffekte mit integrierten Elementen wurden mehrmals mit der Marionette verbunden, und erzeugten damit ein Spektakel im Großformat. Das Projekt wurde von der Barangaroo Delivery Authority in Auftrag gegeben. Ein kreatives Programm sollte präsentiert werden, das die Geschichte des Stadtteils Barangaroo erzählt und die Weiblichkeit seiner Namensgeberin feiert. Mandylights setzte für das Lichtdesign von Marri Dyin auf 350 interne LED-Lichter und zwei Christie Pandoras Box Widget Designer, die von einem iPad und einem externen Lichtsteuerungssystem drahtlos gesteuert wurden.

„Für diese Darbietung war es ausschlaggebend, dass Licht und Ton natürlich und flüssig wirkten und dass die Übergänge zwischen Einsätzen und Tonspuren nahtlos ineinander übergingen, ganz egal, wohin wir gingen oder woher wir kamen“, sagt Clint Dulieu, Technical Designer bei Mandylights. „Das heißt, wir benötigten mehr als nur die Wiedergabe eines vorgespeicherten Ablaufs und außerdem ein schönes Front-End für die Mitglieder des Ensembles. Deshalb haben wir uns für den Widget Designer entschieden. Damit konnten wir eine Front-End-Oberfläche gestalten, die den Marionettenspielern von Erth alles bot, was sie benötigten.“

Ken Leanfore
Vivid Sydney 2018: The Liminal Hour, Barangaroo,

Widget Designer ist ein Framework für die Gestaltung fortschrittlicher Kontrollanwendungen, mit dem man spezialisierte Benutzeroberflächen und Interaktionsmöglichkeiten erstellen kann, indem einfach visuelle Steuerelemente miteinander verbunden werden. Er verfügt über ein umfassendes Feature-Set für optische, knotenbasierte Programmierung. Dank seiner intuitiven Benutzeroberfläche können sowohl erfahrene als auch unerfahrene Programmierer lebendige interaktive Erlebnisse erstellen. Ein Widget Designer wurde für die zentrale Steuerung innerhalb der Marionette selbst genutzt und in ein maßgeschneidertes System integriert, das in ein wasserfestes Gehäuse eingebaut war. Der zweite Widget Designer wurde im zentralen Kontrollraum eingesetzt und fungierte als Brücke zur Aufnahme von Einsatzanweisungen von QLab Show Control und zur Ausgabe an das Lichtsteuerungssystem GrandMA2 über Telnet.

Das Ergebnis: Sowohl die Medien als auch das Publikum waren fasziniert von der riesigen Marri Dyin, die während den Vorstellungen auf die Zuschauer zuging und mit ihnen interagierte. Ein anwesender Funktionär von Vivid Sydney sagte, er sei „von Ehrfurcht ergriffen“ gewesen, als er die sechs Meter große Marionette erstmalig gesehen habe. Er beschrieb den Glanz der durch Widget Designer gesteuerten LEDs so „als ob ihre Haut wie schillernde Austernschalen glänzte“. Er fügte hinzu, The Liminal Hour stehe für „die natürliche und kooperative Art und Weise, wie alle zusammengeholfen haben, um diesen zeitgemäßen Geist zu erschaffen“, und „die riesige Marionette der Marri Dyin versinnbildliche den Körper und die Philosophie des Landes, in dem sie lebt“.

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