Umfassendes Lichtmanagement im St Martin Tower in Frankfurt

Optimiertes Arbeiten dank Lichtsteuerung

Der St Martin Tower in Frankfurt entspricht in keiner Hinsicht einem üblichen Bürogebäude, sondern weiß durch optische, technische und menschliche Aspekte zu überzeugen. Auch das umfassende Lichtmanagement ist ein wegweisender Faktor, der die allgemeinen Bedingungen und im Besonderen das Arbeitsklima optimiert.

St Martin Tower in Frankfurt HGEsch Photography / Zumtobel

Der von den Architekten MeyerSchmitzMorkramer Rhein GmbH im Auftrag der Georg von Opel GmbH als Eigentümer der Hansa AG entwickelte St Martin Tower in Frankfurt besteht aus einem Hauptgebäude, dem sogenannten Tower mit 18 Stockwerken, und dem siebenstöckigen Wing, die gemeinsam eine architektonische Harmonie bilden. Bei dem Namenspaten handelt es sich um den dritten Bischoff Martin von Tours – besser bekannt als Sankt Martin –, dessen ihm nachgesagte Eigenschaften sich in dem Konzept des Gebäudes durchaus wiederfinden lassen. So sind die Attribute „teilbar, geradlinig und offen“ bei Begehung des Towers allgegenwärtig und lassen die Namensverwandtschaft erlebbar werden. Mit einer Höhe von 70 Metern und einer Nutzfläche von rund 25.000 m² handelt es sich hierbei nicht um das höchste bzw. größte Gebäude der Stadt.

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Arbeitswelt mit Hotel-Charakter

Es braucht und kann sich aber wahrlich nicht verstecken. Auch in Bezug auf die allgemeinen Ausstattungsmerkmale und Servicekonzepte weiß das Gebäude zu überzeugen: Ähnlich eines Concierge steht an der Anmeldung den Mietern ein Mitarbeiter zur Verfügung, der sich unter anderem um die Vermietung der freien Nutzflächen bzw. der Konferenzräume kümmert. Das gastronomische Angebot besteht aus einem Bistro mit integrierter Cafébar, die für Mieter, aber auch für externe Besucher offen steht. Abgerundet wird das Angebot durch eine eigene Kindertagesstätte und ein Sportstudio, was im Gesamtpaket dazu führt, dass der Tower eher einem Hotel ähnelt als einer nüchternen Arbeitswelt.

Die Bauzeit hat knapp drei Jahre in Anspruch genommen und wurde vom Grundsatz her 2015 beendet. Da die Nutzflächen jedoch im Vorfeld nicht vermietet wurden und der Bauherr erst im Nachgang die jeweiligen Mieter aufgenommen hat, ist der Prozess der Fertigstellung mit all seinen Parametern erst kürzlich abgeschlossen worden. Das liegt unter anderem auch daran, dass die ca. 1.000 m² großen Etagen jeweils durchschnittlich über drei Mieteinheiten verfügen und diese individuell nach den Vorstellungen der jeweiligen Bezieher ausgestattet werden. Insbesondere die Beleuchtungsanlagen und die damit verbundenen Verschattungselemente lassen sich bedarfsgerecht hinzubuchen. Dabei setzt der Bauherr auf Komplettlösungen aus dem Hause Zumtobel Group Services, die von der Planung über die Realisierung bis hin zur Wartung das gesamte Paket optional übernehmen.

Zentrales Lichtmanagement auch für zukünftige Anforderungen

Bereits beim ersten Blick auf die Keyfacts wird deutlich, dass es sich beim St Martin Tower um ein modernes Bürogebäude mit einem direkten Bezug zu den Mitarbeitern handelt. Die Arbeitswelten stehen dabei natürlich im Vordergrund, jedoch nie ohne dabei den Fokus auf die betroffenen Personen zu verlieren. So stand bereits früh fest, dass sich die jeweiligen Mietbereiche nicht nur in einem architektonisch attraktiven Umfeld bewegen sollen, sondern auch die Ausstattungsmerkmale dieses Ansinnen weiter unterstützen und ausbauen müssen. Dabei stehen den Mietern klassische Einzelbüros mit Ausbaupotenzial genauso zur Verfügung wie Großraumbüros für eine teamorientierte und kreative Zusammenarbeit. Und wie es junge und dynamische Unternehmen erwarten und verlangen, stellen auch diverse Relax- und Kommunikationsbereiche einen großen Anteil in den Bürolandschaften dar.

Musterraum des St Martin Towers Alexander Schwarz
In diesem Musterraum des St Martin Towers ist gut zu erkennen, wie sich die Lichtsteuerung den aktuellen Bedürfnissen anpasst: Beim Betreten des Raumes schalten sich die einzelnen Leuchtenelemente nach erfolgter Anwesenheitserkennung ein. Die Lichtmodule nahe der Fenster bleiben jedoch dunkel, da Sonnenlicht diesen Bereich ausleuchtet.

Bei solch einer Gebäudegröße spielen automatische Abläufe eine große Rolle, um letztendlich auch eine gewisse Effizienz für den Betrieb zu gewährleisten. Das beginnt bereits bei der Schlüsselvergabe bzw. der Einund Austrittskontrolle und wurde über eine Gesamtlösung bis hin zum Videomanagementsystem realisiert. Dies dient nicht nur der Sicherheit im Allgemeinen, sondern auch der Annehmlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters, der sich dadurch sicher, aber auch gezielt durch das Gebäude bewegen kann. Die Raumgestaltung an sich sollte verständlicherweise ebenso modern ausgestattet sein, um zukünftige Bedarfsänderungen erfüllen zu können. Und genau aus diesem Grund sollte auch die Lichtlösung den Erwartungen und Ansprüchen der Moderne und im Besonderen der Zukunft entsprechen. Zentrale Systemsteuerungen und automatisierte Sequenzen standen im Anforderungsprofil ganz oben und wurden letztendlich durch den Einsatz eines komplexen Lichtmanagementsystems realisiert.

Zumtobel Group Services bietet Mietern des St Martin Tower eine schlüsselfertige Lichtlösung für ihre Büroräume an HGEsch Photography / Zumtobel
Zumtobel Group Services bietet Mietern des St Martin Tower eine schlüsselfertige Lichtlösung für ihre Büroräume an.

Lichtlösung nach Wunsch aus einer Hand

Was in der Theorie immer recht einfach klingt, ist insbesondere bei Projekten dieser Größenordnung vom Aufwand her nicht zu unterschätzen – vor allem wenn es darum geht, am Ende für alle Eventualitäten und individuellen Sonderwünsche gewappnet zu sein. Wohl aus diesem Grund setzte der Bauherr bei der Realisierung der Beleuchtungsanlage auf ein global agierendes Unternehmen mit weitläufigem Erfahrungsspektrum in Bezug auf Lichtlösungen und Lichtsteuerungssysteme.

Die Marke Zumtobel Group Services (ZGS) bietet umfassende Serviceleistungen, und das Leistungsangebot erstreckt sich von schlüsselfertigem Projektmanagement und Licht-Contracting über Beratung und Inbetriebnahme von Lichtmanagementsystemen und Notlichtanlagen bis hin zu weltweiten Technik- & Wartungsservices. Sie ist eine Marke der Zumtobel Group AG mit Konzernsitz im österreichischen Dornbirn und kann so auch auf die lichttechnische Kompetenz der Konzernschwester zurückgreifen.

Nach der Fertigstellung im Jahre 2015 wurde im St Martin Tower eine Musteretage mit einer energieeffizienten LEDLichtlösung ausgestattet und stand den zukünftigen Interessenten als Showroom im Gebäude zur Verfügung. Zu den angebotenen und inzwischen auch im realen Einsatz befindlichen Leuchten zählen Panos inifinity, Sequence, Diamo und Cardan LED der Marke Zumtobel. Dabei steht neben der Lichtqualität und der normengerechten Ausleuchtung der Bildschirmarbeitsplätze auch die erforderliche Ästhetik im Vordergrund der Selektion. Des Weiteren übernimmt das ZGS Lichtmanagementsystem Luxmate Litenet die automatisierte Steuerung der Leuchten und Jalousien, um eine hohe Energieeffizienz bieten zu können.

Kardanisch aufgehängte Leuchten Alexander Schwarz
In den Konferenzräumen kamen unter anderem kardanisch aufgehängte Leuchten zum Einsatz, die sich per Wandtaster an die jeweiligen Nutzungsbedingungen anpassen lassen.

Mit dem optional buchbaren Service Complete wird das Angebot vervollständigt und zu einem ganzheitlichen Paket. Möchte ein Kunde einzelne Räume oder ganze Stockwerke im Tower oder Wing mieten, kann ZGS auf Wunsch die komplette Projektkoordination und Abwicklung durchführen. Schlüsselfertig werden dann die Räume oder Etagen mit den Zumtobel-Leuchten inklusive Steuerung ausgestattet. Das bedeutet: Von der Planung, Installation, Inbetriebnahme und – auf Wunsch – bis zur Wartung ist alles in einer Hand. Der Mieter profitiert von diesem Full-Service: Er muss sich um nichts mehr kümmern. Den Complete Service nutzen bereits mehrere Kunden. So hat beispielsweise der Anbieter für Business-Software Sage drei komplette Etagen im St Martin Tower mit der schlüsselfertigen Lichtlösung von ZGS zum Leuchten gebracht.

Worum kümmert sich die Lichtsteuerungstechnik im Alltag?

Die globale Vernetzung einzelner Gebäudebestandteile und der Einsatz umfangreicher Sensortechniken ermöglichen einen bequemen, aber auch energieeffizienten Betrieb des St Martin Towers. So werden ohne Zeitverzögerung durchgehend von auf dem Dach befindlichen Sensoren Informationen über das aktuelle Wetter gesammelt, um das Gebäudemanagement entsprechend zu beeinflussen. Dies beinhaltet unter anderem eine Auswertung des aktuellen Sonnenstandes inklusive Temperatur-, Windund Niederschlagsmessung. Dabei werden die lokalen Daten über den Tagesverlauf mit berücksichtigt und an die Steuerung weitergeleitet. Die Informationen regeln dann sowohl den Lichtanteil der daran angeschlossenen Leuchten als auch den jeweiligen Zustand der Verschattungsanlagen des Gebäudes. Dabei helfen nicht nur in den Leuchten befindliche Helligkeits- und Präsenzsensoren, sondern auch eine vorab manuell definierte Zustandsbeschreibung der einzelnen Gebäudeteile hinsichtlich der Schattenbildung durch externe Einflüsse.

Das eigene Gebäude spielt dabei eine ebenso große Rolle wie umliegende Bauten, die einen direkten Einfluss auf die Sonnenbestrahlung des Towers haben. Als Netzprotokoll wurde ein DALI-Bus installiert, der an die Steuerungseinheit angekoppelt ist. Leuchten, Sensoren und Lichtmanagementsystem arbeiten hier als ein intelligent vernetztes System, das mehr als nur lichttechnische Daten sammelt. Auf einem Dashboard lassen sich umfangreiche Daten wie etwa zur Raumauslastung oder zur Verbesserung der Reinigungseinsätze erfassen, sammeln und sichtbar machen.

Diese Informationen werden von ZGS gemeinsam mit dem Kunden detailliert analysiert und ausgewertet. Auf dieser Basis kann die Hausverwaltung fundierte Erkenntnisse über den Ist-Zustand in den Räumen gewinnen und die Abläufe in der Etage optimieren. Die Sensordaten werden gewinnbringend genutzt und konkrete Mehrwerte für das Business erzielt. Zudem profitiert die Betreibergesellschaft vom Remote-Monitoring-Angebot von ZGS: Dabei übermitteln die Leuchten permanent Daten über die momentane Leistung. Bei einer Störung wird der Facility Manager frühzeitig alarmiert. So kann er rechtzeitig und proaktiv Gegenmaßnahmen einleiten, bevor es zu einem Ausfall kommt. Die Fernsystemanalyse erkennt Probleme sofort, was den Betrieb der gesamten Beleuchtungsanlage im Tower optimiert und die Effizienz der Wartung erhöht.

Lichtlösungen in den „öffentlichen” Konferenzräumen

Neben den individuellen Lichtlösungen für die jeweiligen Mietbereiche befinden sich ebenso komplexe Steuerungstechniken in den „öffentlichen“ Konferenzräumen, Fluren und anderen Zonen des Gebäudes. In einer Vielzahl der genutzten Arbeits- und Konferenzbereiche wurde die multifunktional auszustattende Zumtobel Pendelleuchte Sequence eingesetzt, die den vielfältigen Anforderungen der Mitarbeiter an eine Bürobeleuchtung und dem Bedürfnis nach Individualität entspricht. Sequence ist als Pendelund Anbauleuchte konzipiert und besteht aus wahlweise acht oder 14 baugleichen, aneinandergereihten Moduleinheiten mit je 6 x 3 mittig angeordneten LED-Lichtpunkten. Die spezielle Linsentechnologie mit symmetrischer oder asymmetrischer Abstrahlcharakteristik sorgt vor jeder der 18 mittigen LEDs für die Lenkung des Arbeitslichts bei gleichzeitig hoher Entblendung. Die Kombination von Direkt- und Indirektbeleuchtung und die individuelle Steuerbarkeit der einzelnen Module rundet das Profil der Leuchte ab.

Lichtmanagementsystem Luxmate Litenet mit dem fast unsichtbaren Präsenzmelder in der Tragschiene und dem Tageslichtmesskopf auf dem Dach HGEsch Photography / Zumtobel
Das Lichtmanagementsystem Luxmate Litenet mit dem fast unsichtbaren Präsenzmelder in der Tragschiene und dem Tageslichtmesskopf auf dem Dach sorgt für Energieeffizienz in den Konferenzräumen.

In Fluren, Vorräumen und anderen Wegbereichen wurde die LED-Downlightserie Panos infinity für die funktionale und architektonische Beleuchtung eingesetzt. Dank der Modellvielfalt erfüllt die Produktfamilie differenzierte Beleuchtungsaufgaben von der homogenen Ausleuchtung vertikaler oder horizontaler Flächen bis hin zum Setzen präziser Akzente. Teile des Gastronomiebereiches wurden mit den miniaturisierten Downlights Diamo ausgeleuchtet. Intelligent ausgelegte Reflektoren sorgen für eine präzise Lichtverteilung der effizienten LED-Module ohne Streulicht sowie für eine ausreichende Entblendung. Das Ergebnis ist eine Akzentbeleuchtung mit hoher Lichtqualität und Brillanz. In Konferenzräumen und anderen Bereichen kamen LED-Downlights mit kardanischer Aufhängung zum Tragen. Hier standen insbesondere die flexiblen Ausrichtungsoptionen und die damit einhergehende Lichtcharakteristik im Vordergrund der Entscheidung.

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Autor: Alexander Schwarz

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