Raumwelten Kongress 2017

Audio-Design in der Architektur

Raum als Klangkörper nutzen, das ist der Ansatz von Audio-Design in der Architektur. Dabei geht es vor allem darum, Klänge im Raum zu bewegen und in eine 3-dimensionale Dimension zu heben.

Kurt Dahlke zum Thema Audio-Design beim Raumwelten Kongress 2017
Kurt Dahlke zum Thema Audio-Design beim Raumwelten Kongress 2017

Wie lässt sich das erreichen? Was früher technisch sehr umständlich, kompliziert und kostenintensiv war, gestaltet sich heute wesentlich einfacher und günstiger. Aktuell zeigt Kurt Dahlke dies im Projekt “like birds on the wire” mit seinem Audio-Design in einer U-Bahn-Station in Düsseldorf, das er auf dem Raumwelten Kongress 2017 präsentiert. Insgesamt wurden hier 48 Lautsprecher mit Ambisonic-Technologie verbaut, die ein 3-dimensionales Klangerlebnis ermöglichen. Der Ansatz war es, eine Klanginstallation zu schaffen, die sich nie wiederholt, sondern immer wieder aufs Neue erfindet.

Die Lösung: Es wurden Vogelstimmen aufgenommen, die mit einem Algorithmus versehen und per Synthesizer verändert wurden und über 48 Kanäle bespielt werden. Die Abfolge der Melodien wird über Engines gesteuert. Dabei muss man sich die Ambisonic als eine Art Klangwolke vorstellen, die nicht an einem Ort bleibt, sondern sich durch den Raum bewegt. Auf diese Weise lassen sich Räume so beschallen, dass der Klang dort ankommt, wo er auch gehört werden soll.

Im Gegensatz dazu steht der gerichtete Schall, der den Sound so bündelt, dass er punktgenau ausgerichtet wird. Es erfolgt sozusagen eine Ultraschall-Modulation, was heutzutage aber noch aufwendig und teuer ist. Ein Zukunftsszenario bietet sich hier beispielsweise für Museen: Denn auf diese Weise kann man zukünftig auf Audioguides mit Kopfhörern verzichten. Stattdessen erfolgt die Beschallung punktgenau am jeweiligen Exponat – und zwar nur dort.

 

 

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