ADC Wettbewerb schärft Einreichungsprofil für Kommunikation im Raum

Der Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) hat für den Fachbereich „Kommunikation im Raum & Event“ neue Einreichungsmodalitäten für seinen kommenden Wettbewerb beschlossen. Unter dem Oberbegriff „Räumliche Inszenierung“ wird es zukünftig die Kategorie „Spatial Experiences“ mit vier neuen Sparten geben: Hospitality, Corporate Interior, Retail und Public Space.

 

Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat sich der Fachbereich „Kommunikation im Raum & Event“ getroffen, um beim Fachbereichstreffen bessere Einreichungsmodalitäten für den kommenden Wettbewerb des Art Directors Club für Deutschland e.V. (ADC) zu beschließen. In den Kategorien der Disziplinen „Räumliche Inszenierung“ und „Event“ kommen unter dem Oberbegriff „Spatial Experiences“ vier neue Kategorien hinzu: Hospitality, Corporate Interior, Retail und Public Space. Damit wird in diesem Fachbereich Raumdesign zum ersten Mal ohne expliziten Schwerpunkt auf Kommunikation ausgezeichnet. Der ADC öffnet damit den Wettbewerb auch für klassische Designer und Architekten, für die bis dato das Wettbewerbsumfeld von Agenturen und Ausstellungsmachern weniger aussichtsreich erschien.

Franken Architekten
Bernhard Franken

„Mit dieser Ergänzung tragen wir der Bedeutung von Architektur und Interieur-Design für eine ganzheitliche Marken- und Unternehmens-DNA Rechnung“, meint Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Franken, Architekt (BDA) und Juror für die Disziplin Kommunikation im Raum beim ADC Wettbewerb 2017 und 2018. Die explizite Benennung der Kategorien nach verschiedenen Touchpoint-Arten im Bereich „Spatial Experiences“ soll der Erleichterung bei der Einreichung dienen. Cedric Ebener, ADC-Vorstandsmitglied für den Fachbereich „Kommunikation im Raum & Event“, erläutert: „Die Kategorie „Spatial Experiences“ mit klarem Fokus auf Raumgestaltung in den Bereichen Retail, Corporate und Hospitality war lange überfällig. Durch die Bündelung dieser Arbeiten innerhalb einer Jury können wir diesen Arbeiten von nun an in einer mit ausgewiesenen Spezialisten besetzten Jury angemessen gerecht werden.“

Der Fachbereich „Kommunikation im Raum & Event“ überprüft die Wettbewerbskategorien regelmäßig auf deren Aktualität, beispielsweise hinsichtlich aktueller Entwicklungen der Disziplinen: Nun hat man beschlossen, dass die Kategorien eine Anpassung benötigen, um immer relevanter werdenden Bereichen wie Retail Design und Hospitality eine entsprechende Bühne zu eröffnen. Für diese neue Kategorie wird die Jury nach Angaben des ADC schwerpunktmäßig aus Architekten und Designern bestehen, um die leistungsspezifischen Herausforderungen der eingereichten Arbeiten professionell beurteilen zu können.

Benjamin Nadjib
Cedric Ebener

Freie Rubrik für interdisziplinäre Projekte

Eine weitere Neuerung ist, dass ab sofort in allen Kategorien die Möglichkeit besteht, in einer freien Rubrik Arbeiten einzureichen. Das können beispielsweise Projekte sein, deren Einreicher Chancen für eine Auszeichnung beim ADC-Wettbewerb vermuten, die aber in keine der definierten Unterkategorien passen. Cedric Ebener, untermauert die Einführung dieser freien Kategorien für den Bereich „Kommunikation im Raum & Event“: „Insbesondere unsere interdisziplinär arbeitende Branche entwickelt sich schneller als wir mit den Award-Kategorien hinterherkommen können. Mit dieser freien Rubik innerhalb jeder Kategorie wollen wir Ideen auszeichnen, die ihrer Zeit so weit voraus sind, dass sie gegebenenfalls in keine der bereits im Vorfeld definierten Kategorie-Raster einzuordnen sind.“

Im Art Directors Club für Deutschland e. V. haben sich über 700 führende Köpfe der kreativen Kommunikation zusammengeschlossen. Clubmitglieder sind renommierte Designer, Journalisten, Architekten, Szenographen, Fotografen, Illustratoren, Regisseure, Komponisten, Produzenten, Spezialisten für digitale Medien und Werber. Der ADC sieht sich als Maßstab der kreativen Exzellenz und zeichnet herausragende Kommunikation aus. Dazu veranstaltet er Wettbewerbe, Kongresse, Seminare, Vorträge, Events, B2BVeranstaltungen und gibt diverse Publikationen heraus.

Die neuen Kategorien für „Kommunikation im Raum“ in Kürze

Hospitality
Räumliche Gestaltung von Hotellerie- und Gastronomieräumen, z. B. Hotellobbys, Bars, Restaurants, Cafés, Corporate Interior Design von Hotels, etc.

Corporate Interior
Räumliche Inszenierung von innenarchitektonisch ausgestalteten Marken- und Unternehmensräumen, z. B. Showrooms, Office Design oder Fußball-Logen

Retail
Räumliche Inszenierung von (Einzel-)Handelsräumen, z. B. PoS Design, Shop Design, Store Design, Retail Design, Window Design

Public Space
Gestalterische Inszenierung öffentlicher Räume

In all diesen Kategorien können sowohl temporäre als auch dauerhafte Inszenierungen eingereicht werden. Die Einsendeplattform für den ADC-Wettbewerb 2019 wird am 6. November 2018 geöffnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.