Architektur, Design und Mode im virtuellen Raum

Schweden eröffnet erstes virtuelles Designmuseum

Die schwedische Tourismusorganisation Visit Sweden hat Schwedens erstes virtuelles Designmuseum gelauncht. Das Swedish Design Museum ist gleichzeitig das erste schwedische Museum, das sich Architektur, Design und Mode widmet. Die erste Ausstellung „Live from Sweden“ zeigt Designprodukte und Architektur aus dem Alltag und bietet so authentische Einblicke in den schwedischen Lebensstil.

Das Swedish Design Museum wurde als Teil eines umfassenden Designprogramms von der offiziellen schwedischen Tourismusorganisation Visit Sweden ins Leben gerufen. Samuel Skw / Visit Sweden
Das Swedish Design Museum wurde als Teil eines umfassenden Designprogramms von der offiziellen schwedischen Tourismusorganisation Visit Sweden ins Leben gerufen.

Das Swedish Design Museum ist kein herkömmliches Museum. Es hat keine materielle Sammlung mit Exponaten zum Anfassen oder Anschauen, sondern es zeigt seine Ausstellungen virtuell – damit sie jeder sehen kann, überall auf der Welt. Unter de.swedishdesignmuseum.com zeigt die erste Ausstellung namens “Live from Sweden“ online acht Designprodukte mittels Livestreaming und Videos. Die virtuellen Exponate geben den Besuchern die Möglichkeit, das tägliche Leben der Schweden kennenzulernen und zu erfahren, welche Designprodukte ihnen den Alltag erleichtern.

„Live from Sweden“ zeigt derzeit acht Projekte aus den Bereichen Architektur, Design und Mode:

Architektur
• Strandparken, ein Kohlenstoff-negatives achtstöckiges Wohnhaus aus Holz; von Folkhem und den Architekten von Wingårdhs.
• Kaggeboda, ein “Attefalls-Haus” im Stil einer schwedischen Stuga, das alle Vorschriften erfüllt; von Kolman Boye Architects in Zusammenarbeit mit der Architektin Tove Fogelström

Design
• OD-11, ein drahtloser Multiroom-Lautsprecher, der Hi-Fi-Klang für jedermann bietet, von Teenage Engineering
• Plug Lamp, eine Lampe mit eingebauter Steckdose, von Form Us With Love
• Thule Glide, ein Hochleistungs-Sportbuggy, von Thule in Zusammenarbeit mit Veryday
• One Happy Cloud, eine Schale mit Kante an der Innenseite, dank der man beim Essen asiatischer Spezialitäten die Nudeln mit den Stäbchen besser erwischt, von Ingegerd Råman

Mode
• Changes, eine Unisex-Kollektion mit Etiketten, die Damen- und Herrengrößen angeben, von HOPE
• Reflektierende Handtasche aus der „Watch Your Back“-Kollektion, die Sichtbarkeit stylish macht, von Ann-Sofie Back

Die Objekte für die erste Ausstellung des Swedish Design Museums wurden in Zusammenarbeit mit den folgenden Kuratoren und Experten für Mode und Design ausgewählt:
• Emma Jonsteg, Architektin und Gründerin von Utopia Arkitekter
• Susanna Strömquist, freie Modejournalistin, die unter anderem für die schwedische ELLE und die schwedische Tageszeitung DN schreibt
• Eero Koivisto, Designer und Mitbegründer des interdisziplinären schwedischen Architektur- und Designbüros Claesson Koivisto Rune
• Daniel Golling, Journalist und Mitbegründer der unabhängigen Architektur- und Designinitiative Summit
• Gustaf Kjellin, Kurator und Mitbegründer von Summit

„Ein Online-Museum kann jeder überall besuchen, solange er Zugang zum Internet hat. Ich finde diese Idee sehr verlockend”, sagt Eero Koivisto vom international bekannten Design- und Architekturbüro Claesson Koivisto Rune. “Schweden ist eine abgelegene Ecke auf der Welt und doch international bekannt für Architektur und Design. Es ist ein tolles Gefühl, die Errungenschaften in einem Online-Museum mit der Welt zu teilen.“

Die nächste Ausstellung ist für 2018 geplant.

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