Historisches Museum Frankfurt

Interaktive Ausstellungsgestaltung mit Schneekugel

Ab dem 7. Oktober 2017 öffnet das von Grund auf erneuerte Historische Museum in Frankfurt seine Tore für Besucher. Blickfänger ist eine große Schneekugel im Museumsfoyer, die auch durch ein Periskop vom Museumsplatz aus zu sehen ist. Zuständig für die Ausstellungsgestaltung war Kossmann.dejong. 

Die neue Dauerausstellung des Historischen Museums Frankfurt ab Oktober 2017.

Historisches Museum Frankfurt/Petra Welzel

Die neue Dauerausstellung des Historischen Museums Frankfurt ab Oktober 2017.

Mitten in Frankfurt, zwischen Rathaus und Main, steht das Historische Museum Frankfurt mit seiner nagelneuen Erweiterung. Kossmann.dejong hat für das Museum zwei Dauerausstellungen und eine Sonderausstellung entworfen, in denen die vielen Gesichter Frankfurts in Zentrum stehen. Blickfänger im Museumsfoyer ist eine große Schneekugel, die zum Ausstellungsraum “Typisch Frankfurt!“ gehört. Dieser verbindet den Eingangsbereich mit dem Neubau und dient als Startpunkt und Einführung für den Museumsbesuch.

Acht Mal Frankfurt, acht Mal anders
Hier wird die Geschichte Frankfurts wird nicht chronologisch präsentiert, sondern aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. In der Schneekugel – der klischeehaftesten Darstellung einer Stadt, die in jedem Souvenirgeschäft erhältlich ist – werden mit acht verschiedenen Modellen acht typische Eigenschaften der Stadt dargestellt. Acht internationalen Künstlern wurde freie Hand gelassen, um eine eigene Interpretation – jedoch auf wissenschaftlichen Untersuchungen des Museums basierend und unter Berücksichtigung der nötigen technischen Bedingungen – einer klischeehaften Eigenschaft in Form eines Modells herauszuarbeiten. “Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, die Wirklichkeit abzubilden oder die Realität zu kopieren, sondern wollten die Fantasie anregen. Sowohl die der Künstler als auch die der Besucher“, so Herman Kossmann, Creative Director Kossmann.dejong.

Besucher können dabei selbst entscheiden, welches Klischee sie in der Schneekugel sehen möchten, “genau wie bei einer Jukebox“, sagt Kossmann. Ein speziell dafür entwickelter Roboter holt dann das entsprechende Modell aus dem Keller. Der Roboter übernimmt die Rolle eines Museumsmitarbeiters: Er begrüßt die Besucher und hat die Aufgabe, die Modelle in der Schneekugel auszutauschen. Für die Betonwände rund um die Schneekugel hat das Amsterdamer Film- und Animationsstudio Shosho zu jedem Modell eine passende audiovisuelle Umgebung entworfen. Diese informativen und stimmungsvollen Filmprojektionen verleihen den künstlerischen Schneekugelmodellen eine zusätzliche Tiefe. Auf diese Weise wurde sowohl für die Frankfurter als auch für (inter)nationale Touristen ein spektakuläres Foyer für das Museum geschaffen.

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