Kurzinterview mit Prof. Ulrich Wegenast, Künstlerischer Geschäftsführer Raumwelten 2017

“Der Raumwelten Kongress ist Deutschlands Leitveranstaltung für Kommunikation im Raum”

Der Countdown für den Raumwelten Kongress 2017 hat begonnen: In nur wenigen Wochen – vom 22. bis 25.11. – geht die Plattform für Szenografie, Architektur und Medien bereits zum sechsten Mal in Ludwigsburg an den Start. KommunikationsRaum. hat den Künstlerischen Geschäftsführer Prof. Ulrich Wegenast zur Motivation der diesjährigen Themen und Neuerungen befragt.   

Prof. Ulrich Wegenast, Künstlerischer Geschäftsführer Raumwelten 2017

Raumwelten 2017

Prof. Ulrich Wegenast, Künstlerischer Geschäftsführer Raumwelten 2017

Der Raumwelten Kongress findet 2017 bereits zum sechsten Mal statt. Welches Fazit ziehen Sie aus den ersten fünf Jahren?
In der kurzen Zeit von nur fünf Jahren sind wir zu Deutschlands Leitveranstaltung für Kommunikation im Raum gewachsen. Das ist schon ein kleiner Erfolg! Aber wir ruhen uns darauf nicht aus, sondern reflektieren uns und die Veranstaltung jedes Jahr fürs Neue, um uns immer weiter zu entwickeln und zu verbessern. Dabei denke ich nicht nur an strukturelle Verbesserungen, sondern auch programmatisch den Anspruch zu haben, die neuesten Trends und Zukunftsthemen der Branche, insbesondere im Zusammenhang mit der Digitalisierung, aufzugreifen.

In diesem Jahr haben Sie den Kongress unter das Dachthema „Ordnung und Transformation“ gestellt. Aus welchen Gründen halten Sie diese Themen aktuell für Architekten und Szenografen für besonders relevant?
In einer Zeit der Unruhe und Unsicherheit sehnen sich viele Menschen nach einer gewissen Ordnung und einfachen Lösungen. Dazu kommt die Digitalisierung und Globalisierung, die den Wunsch nach einem persönlichen und realen Austausch weckt. Kommunikation im Raum spielt hierbei eine besondere Rolle, denn diese kann wie Kunst und Kultur im Allgemeinen dazu beitragen, Frontstellungen aufzulösen und den Dialog zu befördern. Und das schafft auch Architektur und Szenografie.
Durch diese Disziplinen werden Produkte strukturiert und inszeniert und dabei Aspekte der Narration und Intuition in den Vordergrund gestellt. Szenografie, Inszenierung und Dramaturgie kann durch spielerische und partizipative Angebote dafür sorgen, dass Vorurteile abgebaut werden und Offenheit herrscht. Neben diesen emotionalen Aspekten interessieren uns aber vor allem die Ordnungs- und Organisationsprinzipien im Hintergrund. Denn all das, was für den Besucher und Betrachter spielerisch und intuitiv aussieht, ist – wie bei einem Game – Produkt akribischer Planung.

Der Raumwelten Kongress bietet in diesem Jahr ein noch umfangreicheres Programm als in den Vorjahren. Welche Neuerungen haben Sie für die Besucher geplant und warum?
Wir starten den Kongress dieses Jahr schon am Mittwochabend mit einer Special Lecture bei Mann + Hummel mit Keynotes von Peter Cachola Schmal, der das Deutsche Architekturmuseum leitet, und Tobias Nolte von Certain Measures. Die fünf Kongress-Panels komprimieren wir in diesem Jahr auf den Donnerstag mit Thema Business&Talent und am Freitag mit dem Schwerpunkt Art&Research. Neu in diesem Jahr ist ein Filmprogramm zum Thema Architektur und Szenografie: Zum Thema Transformation und Ordnung präsentiert Steffi Wurster in einer Film-Lecture zu „Changed Landscape“ und Olaf Holzapfel zeigt seinen documenta Film „Latitude 40°“, beide Künstler sind auch vor Ort. Außerdem präsentieren wir eine große Videoinstallation im Residenzschloss Ludwigsburg. So wird Raumwelten für die Branche und das allgemeine Publikum noch erlebbarer! Abgerundet wird unser Programm mit einer Preisverleihung. Zum ersten Mal vergeben wir gemeinsam mit der Stadt Ludwigsburg unseren neuen, jährlichen Nachwuchspreis „Ludwigswelten – Wettbewerb für Szenografie im öffentlichen Raum“ in Höhe von 60.000 Euro.

Auf welchen Programmpunkt freuen Sie sich persönlich am meisten?
Ich freue mich besonders auf unsere Special Lecture am 22. November. Ich bin dabei nicht nur auf den Dialog zwischen den beiden hochkarätigen Rednern Peter Cachola Schmal (Deutsches Architekturmuseum) und Tobias Nolte (Certain Measueres) zur Zukunft von Architektur und Design gespannt, sondern auch auf die neu gestaltete Unternehmenszentrale von Mann + Hummel mit angegliedertem Ausstellungsbereich, der von Holzer + Kobler gestaltet wurde…

 

Weitere Details zum Programm gibt es hier.

Tickets für den Raumwelten Kongress können unter http://www.raum-welten.com gebucht werden.

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