Die ideale Beleuchtung für Fitnessstudios

Die richtige Beleuchtung und Lichttechnik ist in Innenräumen ein elementarer Teil der Studio- und Praxisgestaltung: Sie fördert das Wohlbefinden und hilft, Verletzungen zu vermeiden. Die Brancheninitiative licht.de gibt Tipps für optimales Licht in Fitnessstudios.

Beleuchtung im Fitnessstudio

licht.de

Eine angenehme und blendfreie Beleuchtung schützt vor Unfällen beim Sport. Auf der Trainingsfläche sollte die horizontale Beleuchtungsstärke mindestens 300 Lux betragen.

Sport und Fitness sind Teil der aktiven Gesundheitsvorsorge und für viele Deutsche der Ausgleich zu ihren beruflichen Tätigkeiten. Ende 2014 waren es laut einer vom Beratungsunternehmen Deloitte veröffentlichten Studie mehr als neun Millionen Mitglieder in 8.026 Fitnessstudios.

Anbieter und Therapeuten möchten sich mit einem einladenden Ambiente von Mitbewerbern abheben, ein Pluspunkt dabei ist die richtige Beleuchtung, denn sie sorgt dafür, dass sich Gäste und Patienten wohlfühlen.

Tipp: Blendung vermeiden

Ob im Einzeltraining an Geräten oder in Gruppenkursen, Tanz oder Yoga – empfehlenswert ist eine höhere Beleuchtungsstärke mit 300 Lux. Die Mindestanforderung liegt bei 100 Lux. Auf Trainingsflächen mit Geräten ist es wichtig, dass Displays nicht durch Reflexblendung stören und die Angaben gut lesbar sind.

Work-outs in liegenden Positionen können in einem eignen Bereich gruppiert werden, da hier eine Blendung durch Deckenleuchten die Trainierenden beeinträchtigen würde. Asymmetrisch abstrahlende Leuchten oder Wandfluter sind besser geeignet. Auch beim Cybertraining sorgen sie für reflex- und blendfreies Licht.

Für Kurs- und Übungsräume sind Lampen und Lichtquellen mit warmweißer Lichtfarbe die richtige Wahl. Eine dimmbare Beleuchtung kann für Entspannungs- und Meditationsphasen eingesetzt werden, beispielsweise beim Yoga.

Helles Licht vermittelt Sauberkeit

In Umkleideräumen steigert eine höhere Beleuchtungsstärke von ebenfalls 300 Lux das subjektive Sicherheitsgefühl und suggeriert Hygiene. Eine höhere Farbtemperatur von mehr als 2.700 Kelvin (K) unterstützt ebenfalls den Eindruck von Sauberkeit.

In Sammelumkleiden ist ein gleichmäßiges Beleuchtungsniveau wichtig. In Umkleiden mit Einzelkabinen kommt zur Allgemeinbeleuchtung noch eine Leuchte über jeder Kabine sowie eine Extrabeleuchtung am Anfang und Ende jedes Kabinenganges hinzu. Mit Bewegungsmeldern kann in Randzeiten Strom gespart werden.

Bäder sind Feuchträume und müssen daher mit Leuchten höherer Schutzart ausgestattet sein, die gegen Spritzwasser (Schutzart IP X4) geschützt sind. Leuchten in der Dusche müssen Schutzart IP X7 aufweisen.

Trends und neue Lichttechnologien

Sparsame und effiziente Lichtquellen wie LEDs eignen sich besonders gut für Fitnessbereiche, die zum Teil sogar rund um die Uhr beleuchtet werden. Leuchtdioden haben eine lange Lebensdauer und müssen nur ganz selten gewechselt werden und sind sehr robust. Zudem bietet die kleine Bauform viele gestalterische Möglichkeiten.

In der Fortgeschrittenenklasse sind LEDs und Lichtsteuerung ein perfektes Team: Wechselnde Lichtstimmungen und -farben bringen Dynamik in die Beleuchtung. In der Oberklasse spielt die biologisch wirksame Beleuchtung, die nach dem Vorbild der Natur Lichtfarbe, Beleuchtungsstärke und Lichtrichtung im Tagesverlauf verändert.

Die Norm DIN EN 12193 (2008-04) enthält Festlegungen für die Beleuchtung von Sportstätten mit dem Ziel, gute Sehbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. Mehr Informationen bietet die Brancheninitiative licht.de auf ihrer Webseite www.licht.de und in den Heften der Reihe licht.wissen 07 „Gesundheitsfaktor Licht“ und 08 „Sport und Freizeit“.

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