Architekturvisualisierung im Kopf

Virtual-Reality-Brillen als Planungshilfe für Architekten

Ist Virtual Reality nur ein Hype aus der Unterhaltungselektronik? Nein, es ist auch für geschäftliche Anwendungen interessant. Gerade in der Architekturvisualisierung bringt der virtuelle Rundumblick völlig neue Möglichkeiten.

Kopfbewegungen werden z. B. im Holodeck-VR-Modell direkt nachvollzogen.

Markus Tischner/Screenshots Fraunhofer IIS

Kopfbewegungen werden z. B. im Holodeck-VR-Modell direkt nachvollzogen.

Jeder Architekt kennt das Problem: Wenn Gebäude geplant werden, möchten die Auftraggeber zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein möglichst naturgetreues Bild des im Bau befindlichen Objekts erhalten. Ein heute gängiger Weg zur Vermittlung eines räumlichen Eindrucks sind Modelle, 2D- oder 3D-Grafiken. Doch oftmals werden Proportionen und die Raumwirkung vom Kunden nicht richtig eingeschätzt. Dies ist auch nicht sehr verwunderlich. Denn Architekten sind es gewohnt, sich Modelle und CAD-Zeichnungen als fertige Gebäude vorzustellen. Kunden fehlt diese Gabe jedoch oft.

So bringt eine fotorealistische 3D-Konstruktion zwar ein sehr reelles Abbild der Planungen, aber ein richtiges Gefühl für das Gebäude erhalten ungeübte Betrachter erst, wenn sie durch den Rohbau laufen können. Hier bieten Virtual-Reality-Brillen den entscheidenden Vorteil: Während man bei sämtlichen Modellen und Animationen immer von außen auf eine Szenerie blickt, steht man in der Virtual Reality (VR) mitten im Raum und kann sich nach allen Seiten sowie nach oben und unten umschauen. Wer eine VR-Brille – oft auch Head-Mounted-Display genannt – aufsetzt, erhält einen 360°-Rundumblick vom ausgewählten Standort – im oder vor dem Gebäude. So muss man sich Größenverhältnisse und Sichtachsen nicht theoretisch vorstellen, sondern erlebt sie so, als ob man im bereits gebauten Objekt stehen würde. Bei manchen Anwendungen kann man sich sogar frei im Gebäude bewegen und auf diese Weise sehr präzise überprüfen, ob die in der Planung gewünschte Raumwirkung erreicht wird. Wer seine Kunden bereits in der Planungsphase realitätsnah durchs Gebäude führen kann, überzeugt also durch eine professionelle Präsentation und erspart sich Missverständnisse.

Wie VR das Leben von Architekten erleichtern kann und welcher Nutzen mit welchem Aufwand verbunden ist, fand KommunikationsRaum.-Autor Markus Tischner im Gespräch mit zwei Experten aus der VR-Szene heraus.

Das Interview finden Sie hier im Shop in der aktuellen Ausgabe von KommunikationsRaum.  

Autor: Markus Tischner

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