Interaktives Ausstellungsdesign

Understanding Matter – Spielerische Welt der Physik

In der Children’s City in Dubai wurde die neue Wechselausstellung „Understanding Matter – The Nobel Prize in Physics“ eröffnet, deren Gestaltung das Atelier Brückner aus Stuttgart oblag. Die Kooperation des Nobel Museums Stockholm und der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Foundation soll Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren spielerisch und interaktiv in die Welt der Physik entführen und sie auf eine Erkundungstour in den Mikro- und Makrokosmos mitnehmen.

Ausstellungsbereich "Quantum Physics". Interaktiver Medientisch.

Atelier Brückner/Daniel Stauch

Ausstellungsbereich “Quantum Physics”. Interaktiver Medientisch.

So zeichnen sich im von Licht- und Schattenwürfen durchzogenen Ausstellungsraum runde Themeninseln ab, die den jungen Museumsbesuchern einen interaktiven Zugang zur Physik bieten. „What is Physics“ fragt gleich der erste Thementisch und zeigt als Beispiele einen Computer, eine Batterie und eine Solarzelle. Im Bereich „Rays and Waves“ zählt eine Mikrowelle zu den Exponaten und ein Medientisch lädt die Besucher ein, in das Innere des menschlichen Körpers zu zoomen, und im Bereich „Electronics“ laden elektronische Bauteile dazu ein, interaktiv miteinander verknüpft zu werden. Vermutlich eines der Highlights für die jungen Besucher befindet sich im Bereich „The Stars and the Universe“, wo sie ein immersives Erlebnis erwartet: Eine Projektion nimmt sie mit zu den Sternen und erläutert dabei zugleich die Entdeckungen der entsprechenden Nobelpreisträger.

Insgesamt werden in der Ausstellung rund 100 Nobelpreisträger genauer vorgestellt. Ihre Viten und Forschungsergebnisse werden grafisch auf lichtdurchlässigen Paneelen präsentiert. Im Rahmen eines „Laureates Trails“ können die Besucher außerdem noch mehr über die Nobelpreisträger erfahren: 20 Stationen mit iBeacons sind im Ausstellungsraum verteilt. Nähert sich der Besucher einer dieser Stationen, so kann er auf seinem Smartphone das Profil eines Nobelpreisträgers freischalten und so seine eigene Nobelpreisträgersammlung anlegen. Die Preisträger sind auf der App als animierte Grafik dargestellt und berichten, sobald sie aktiviert wurden, über ihre Forschungsergebnisse und aus ihrem Leben.

Einen Überblick über bedeutende arabische Forscher und die lange Tradition der Physik im arabischen Raum erhalten die Besucher im Prologbereich der Ausstellung. Liebevoll gestaltete Dioramen stellen sechs Persönlichkeiten genauer vor, darunter Alhazen, der sich bereits um das Jahr 1000 n. Chr. mit der Theorie der Lichtreflexion und optischen Instrumenten wie der Camera Obscura beschäftigte. Ebenfalls im Prologbereich lernen die Museumsbesucher den Namensgeber des Nobelpreises, den schwedischen Forscher und Industriellen Alfred Nobel (1833–1896), kennen. Er heißt sie filmisch, projiziert gegenüber des Eingangs, willkommen.

Die Wanderausstellung ist zweisprachig (arabisch und englisch) angelegt und noch bis zum 5. März 2017 in Dubai zu sehen. Es ist die zweite Ausstellung, die im Rahmen einer längeren Kooperation zwischen dem Nobel Museum und der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Foundation entstanden ist.

 

Mehr über Projekte in Sachen innovative Ausstellungsgestaltung lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von KommunikationsRaum.

 

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