Den Blå Planet

Interaktives Unterwassererlebnis in Kopenhagen

Dänemarks Nationalaquarium „Den Blå Planet“ (Der Blaue Planet) in Kopenhagen zählt nicht nur zu den wichtigsten Besucherattraktionen des Landes, sondern ist auch ein architektonisches Highlight. Im vergangenen Jahr wurde die Ausstellung grafisch neu erschlossen, inhaltlich überarbeitet und zeitgemäß mit medientechnischen Elementen erweitert, die zur spielerischen Interaktion einladen.

Den Blå Planet

Den Blå Planet

Wie ein gigantischer Wasserwirbel schraubt sich das neue Gebäude aus der Uferebene des Öresunds.

Und zwar inmitten eines Gebäudes, das sich scheinbar wie ein gigantischer Wasserwirbel aus der Uferebene des Öresunds schraubt. Geländeoberfläche, Wände und Dach bilden fließende Übergänge, wobei die reflektierende Außenhaut aus rautenförmigen Aluminiumplatten und die das Gebäude umgebende Wasserfläche die Grenze zwischen Land und Wasser nahezu aufheben.

Den Blå Planet

Den Blå Planet

Das digitale Aquarium wird auf die gesamte Wandfläche projiziert.

Was von außen nicht zu sehen ist: Der Gebäudestruktur liegt ein sternförmiger Grundriss mit fünf gebogenen Ausläufern zugrunde, in dessen Zentrum sich das Foyer befindet. Die Besucher des Aquariums werden also sozusagen zunächst in die Mitte des Wirbels „gesogen“, bevor sie ihre Tour durch verschiedene Unterwasserwelten in den Ausläufern des Strudels beginnen. Und die hat es auch medientechnisch in sich.

Den Blå Planet

Klaus Reinelt

Die Installation Thunfischanatomie vereint Print und Projektion.

In der neuen Ausstellung informieren insgesamt 65 Touchmonitore den einzelnen Aquarien über deren jeweilige Bewohner. Zudem wurden an jedem der 48 Aquarien sogenannte iBeacons angebracht, welche dafür sorgen, dass die Informationen auch per App für Smartphone oder Tablet PC zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bietet die App für Kinder und Jugendliche das interaktive Game „Create your own fish“, bei dem ein eigener Fisch kreiert und später in ein riesiges, virtuelles Aquarium entlassen wird. Interaktiv wird im „Blauen Planeten“ außerdem virtuelles Plankton gejagt und auch im Bereich der Wissensvermittlung spielen kreative Projektionslösungen eine zentrale Rolle.

Wie diese im Detail aussehen und wie sich Architektur und Medientechnik hier ergänzen, berichtet KommunikationsRaum. in der aktuellen Ausgabe.

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