Den Blå Planet Kopenhagen

Digital Signage & iBeacons zur Wissensvermittlung

Im Zuge der Neukonzeption der Ausstellung in Dänemarks Nationalaquarium „Den Blå Planet“ (Der Blaue Planet) in Kopenhagen gab es u. a. wesentliche Veränderungen im Bereich der Informationsvermittlung. Hier kommen nun zahlreiche Touchdisplays, aber auch Smartphones und Tablet PCs zum Einsatz, die per iBeacons mit der Ausstellung “kommunizieren”.

Per iBeacon werden Fische vom eigenen Endgerät in ein "digitales" Aquarium entlassen.

Den Blå Planet

Per iBeacon werden Fische vom eigenen Endgerät in ein “digitales” Aquarium entlassen.

Mark Moust, Ausstellungstechniker bei „Den Blå Planet“, berichtet, dass die Wissensvermittlung ursprünglich zum großen Teil analog über gedruckte Informationstafeln und Papier erfolgte: „Der Grund dafür könnte sein, dass die Ausstellungsplanung für das neue Gebäude vor fast zehn Jahren begann und man sich zunächst an der alten Ausstellung von Charlottenlund orientierte. Zudem waren die Digital-Signage-Systeme zu der Zeit noch nicht so weit entwickelt und verbreitet wie heute – und natürlich noch um einiges teurer. Entsprechend wurden nur wenige Touchmonitore in die Ausstellung eingebunden, in einem System, das noch dazu recht fehleranfällig war. Maximal gab es früher für jedes Aquarium eine Informationsstation, was dazu geführt hat, dass sich davor oft so viele Menschen gesammelt haben, dass andere nichts mehr sehen konnten.“

In der neuen Ausstellung hat sich dies nun geändert. Insgesamt informieren jetzt 65 Touchmonitore der Firma iDisplay an den einzelnen Aquarien über deren jeweilige Bewohner. Zudem verfolgt man bei der Wissensvermittlung ein neues Konzept: An jedem der 48 Aquarien wurden sogenannte iBeacons angebracht, die im Batteriebetrieb laufen. Das sind kompakte Bluetooth-Sender für den Indoor-Bereich, die kontinuierlich Funksignale basierend auf Bluetooth Low Energy (Version 4.0) aussenden. Diese können von Clients wie Smartphones oder Tablet PCs empfangen werden, sobald sie sich in Reichweite eines iBeacons befinden.

Mit der „Blå Planet“-App als Informationsguide lassen sich alle Infos auf dem Smartphone oder dem Tablet abrufen.

Den Blå Planet

Mit der „Blå Planet“-App als Informationsguide lassen sich alle Infos auf dem Smartphone oder dem Tablet abrufen.

„Für die Kommunikation mit den iBeacons hat Yoke Interaction Design die App ‚Den Blå Planet‘ entwickelt, die sich die Besucher schon von Zuhause aus oder vor Ort kostenlos auf ihr mobiles Endgerät herunterladen können“, erklärt Cord-Hinrich Grote. „Mit der App sind die Besucher dann in der Lage, genau die gleichen Informationen in dänischer, schwedischer und englischer Sprache über ihr mobiles Endgerät abzurufen, wie über die festinstallierten Screens. Auf diese Weise können größere Menschenansammlungen vor einem einzelnen Monitor vermieden werden. Entsprechend betrachten wir Smartphones und Tablets langfristig als das Haupttool, über das die Besucher Informationen über die Meerestiere und -pflanzen abrufen. Die Screens sind als Alternative für all jene gedacht, die kein Smartphone besitzen oder sich die App nicht herunterladen möchten.“ Dabei sind die eigentlichen Informationen zu den einzelnen Aquarien lokal in der App gespeichert, so dass sie offline ohne Streaming funktioniert. Ein wichtiger Faktor, da es in Gebäuden, in denen es viel Beton, Stahl und Wasser gibt, zu Problemen mit WLAN-Netzen kommen kann. Und gerade Wasser und Beton gibt es in „Den Blå Planet“ in Hülle und Fülle.

Autor: Claudia Rothkamp

 

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